Highlights Rosental Jet-Meeting 1997
Die Modellfluggruppe Klagenfurt hat am ersten Augustwochenende ihr erstes JET-Meeting veranstaltet. Der Einladung des Vereins waren 21 Piloten aus Italien, Deutschland und Österreich gefolgt. Rund 3500 Zuseher verfolgten die Flugvorführungen vor dem imposanten Rosentaler Panorama, welches sich zudem mit Bilderbuchwetter präsentierte.
Bei den Modellen gab es ein breit gefächertes Spektrum von Elektro- über "normale" Impeller- bis zu Turbinenbetriebenen Jets zu sehen. Was heute mit optimal ausgelegten E-Impeller-Modellen bereits möglich ist, wurde durch Friedhelm Graulich mit seinem F-104 Starfighter und Jürgen Tüchler mit seiner MIG-15 eindrucksvoll vorgeführt.
Friedhelm Graulich zeigte mit seinem Scale-Starfighter- Rumpflänge 2150mm, Spannweite 830mm! -rasanten Kunstflug. Die MIG-15 von Jürgen Tüchler verblüffte mit Scale-Sound - verantworlich hiefür ist ein Plettenberg HP 355/30/6 Evolution, der versorgt über 30 Zellen 1700 mAh einen Eigenbau-Impeller antreibt - Einziehfahrwerk und Radbremsen(!) und 5-minütigem Kunstflugprogramm das Publikum.
Bei den Impellerbetriebenen Modellen bestachen die Jets der Italiener sowohl durch ihr perfektes Finisch, als auch durch die gekonnten Flugvorführungen. Reinhard Liebl aus Bayern hatte bereits beim ersten Flug mit seinem Saab Viggen Pech, ein Pleuelriß beendete den Flug abrupt. Doch in einer kurzerhand organisierten Umbauaktion wurde Ugo Zillis RAMTEC samt OS91 in den Viggen eingebaut und konnte Reinhard am Sonntag wieder so richtig " die Sau herauslassen".
Welche Geschwindigkeiten mit Impellerjets erreichbar sind, demonstrierte Enrico Traby mit seiner optimal abgestimmten BVM Vipper.
Die Turbinenbetriebenen Jet-Modelle waren die Stars dieses Jet-Meetings. Insgesamt 8 derartige Modelle waren am Boden und bei ihren Flugvorführungen zu bestaunen. Turbo-Didi aus Nürnberg, der auf allen europäischen Jet-Mettings mit seinen spektakulären Tiefflügen für Stimmung sorgt, war der Pechvogel des Tages. Während seines ersten Fluges löste sich ein Servokabel, verschmorte am Schubrohr und verursachte einen Kurzschluß in der Empfangsanlage.
Von den insgesamt vier anwesenden YAK-Maccis stach die "Schubferkelversion" von Hermann Michelic, dem genial fanatischen Turbinenbauer aus Graz, durch sein Schub-Gewichtsverhältnis von nahezu eins hervor.
Der absolute Star der Veranstaltung war jedoch die von zwei GWM-Turbinen angetriebene SU-27 von Jörg Stümpflen aus Aidlingeb, der das imposante Modell in seinem absolut vorbildgetreuem Flugstil vorführte.
Aufgrund des enormen Publikumsinteresses und der Zusage aller Piloten, nächstes Jahr wieder zu kommen, hat die Modellfluggruppe Klagenfurt bereits einige Tage nach der Veranstaltung beschlossen, auch 1998 wieder ein "ROSENTAL JET MEETING" abzuhalten.
Highlights Rosental Jet-Meeting 1998
Die Modell Flug Gruppe Klagenfurt konnte beim Jetmeeting 98 trotz problematischer Anreise ( Mega-Staus auf der Tauernautobahn und an der Italienischen Grenze ) wieder knapp 40 Piloten begrüßen. Das Rosental präsentierte sich wieder von seiner schönsten Seite - blauer Himmel und Temperaturen jenseits der 30 Gradgrenze!
Neben den Vertretern der ständig wachsenden Österreichischen Jetszene waren auch etliche Jetpiloten aus Deutschland und Italien der Einladung ins Rosental gefolgt. Dem zahlreich gekommenen Publikum wurde das ganze Spektrum der Jetliegerei angefangen vom druckmotorbetriebenen Modell, über Elektro- und Verbrennerimpellermaschinen bis zu Turbinenmodellen geboten.
Friedhelm Graulich aus Hannover hat dieses Jahr seinen "Santorin" mit dem einzigartigen Pusher-Sound eines ZG74 Boxer mitgebracht. Das ungewohnte Flugbild dieses Modells sowie die souveräne Vorführung durch Friedhelm Graulich begeisterten das Publikum.
Die Elektro-Jets waren diesmal sehr stark vertreten. Neben der WM-erprobten MIG 15 von Jürgen Tüchler waren auch eine A-10, eine F-86 (Spannweite 1630 mm, Antrieb Plettenberg 370-30-A2S mit SM-Impeller ), eine Saab Viggen sowie eine Rafale zu sehen. Die Modelle dieser im starken Aufwärtstrend befindlichen Klasse bestachen allesamt durch tolle Flugleistungen.
Bei den Impellermodellen gab es viele neue Modelle zu sehen. Das beeindruckendste Modell war sicherlich die imposante Phantom von Sergio Giaretta aus Italien. Diese Eigenkonstruktion im Maßstab 1:7,5 mit einer Spannweite von 1600 mm und einem Gewicht von 12 kg wird durch 2 Gleichauf-Impeller angetrieben.
Hervorgestochen sind auch noch die wunderschön gebaute Hawk von Patrik Plammer sowie die F-16 von Dietmar Baumann, einem Newcomer in der Wettbewerbsklasse F4J und Insider hatten es bereits befürchtet: Trotz ernsthafter Bemühungen ist es Peter Cmyral auch bei diesem Jetmeeting nicht gelungen seinen Fantrainer endgültig zu zerstören. Doch man darf die Hoffnung nie aufgeben !!
Kräftige Lebenszeichen gab es auch wieder von Edi Morbitzer ( Codename "Skydiver") , der mit seiner riesigen A-10 mehrere Vollgaslandungen zeigte. Beim Verbandsflug seiner A-10 mit der A-10 von Claudio Borsarini und Peter Cmyrals Fantrainer kam das Publikum dann voll auf seine Kosten.
Der Turbinenantrieb setzt sich bei den Jetmodellen immer mehr durch, was sich auch in einer entsprechend großen Anzahl derartiger Modelle bemerkbar machte. Das perfekteste Modell war sicherlich Peter Häusl`s Gruman Panther, welcher bei der letzten Jet-WM in England den 2. Platz in der Baubewertung erreichte. Aufgefallen sind weiters die beiden mit Sonderlackierungen versehenen F-16 von Leopold Petek und Manfred Eberhard mit Schub-Gewichtsverhältnis 1:1, sowie die große Rafale von Peter Koch. Der kraftvolle Sound der für den Antrieb sorgenden AMT Pegasus Turbine hinterließ einen bleibenden Eindruck. Allen anderen die Show gestohlen hat jedoch einmal mehr Hermann Michelic, der in seine "Schubferkel"-Yak eine selbstentwickelte Anlaßvorrichtung eingebaut hat, mit welcher sich die Turbine per Fernsteuerung problemlos starten läßt.